isp soll zugang zu kino.to sperren

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Achtung: falls es eine technische Frage oder Beitrag werden soll, dann ist hier die richtige Kategorie fĂĽrs "technische Offtopic".

Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon FritzS » Fr 20 Mai, 2011 12:33

Ich habe nun darĂĽber in diversen Foren und NGs gelesen.

Was ist den Verein VAP nur eingefallen? Ich hoffe sie ziehen rasch den KĂĽrzeren!

Zum Thema passend:
Google will sich Anti-Piracy-Bewegung verweigern
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-will-sich-Anti-Piracy-Bewegung-verweigern-1245692.html

Zitat:
»Eric Schmidt, bis April 2011 Google-Chef und inzwischen Vorsitzender
des Aufsichtsrats des Internetkonzerns, sieht in der Blockade von
Filesharing-Seiten wie The Pirate Bay einen Angriff auf die
Redefreiheit. Eine solche Regelung wäre ein "katastrophaler
Präzedenzfall" und werde vom Internetunternehmen keinesfalls ohne
Weiteres akzeptiert.
[...]

//edited by jutta. *alles* zu kopieren ist keine urheberrechtlich erlaubte form des zitats und auch nicht noetig, weil heise ja nicht sofort offline gehen wird. *grml*
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon Philipp11 » Do 09 Jun, 2011 08:36

lordpeng hat geschrieben:>da könnens schei**en gehn mit den sperren!
je nachdem wieviel kohle investiert wird, kann das mehr oder weniger schwer zu umgehen sein ... wenn da eine etwas 'grössere' carrier-grade content-filtering lösung zum einsatz kommt, kanns sein, dass es die kunden von derartigen websites etwas schwer haben ... IMHO ist das hier aber vermutlich ned wirklich der fall, da der ISP wohl kaum interesse hat unmengen an kohle dafür zu investieren ...

sogar manche 'kleine' content-filtering appliances funktioniert durchaus zuverlässig und ist für 95 % der betroffenen nicht so ohne weiteres zu umgehen


Kann auch gerne ein größerer carrier nen contentfilter einbauen - wozu gibt es AES-256 bit data encryption?#
vpn, ssh etc
Bin ausschliesslich per VPN kaskade unterwegs - mit einer blacklist.
Seiten die auf meine Identität schliessen lassen (yt, googleservice, gesichtsbuch, xdsl etc) werden schön normal angesurft.
Mache zwar im Netz nichts illegales aber hey, ist halt ein hobby :D.
Viel SpaĂź das zu unterbinden ;).
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kino.to: Polizeiaktion gegen Filmpiraten

Beitragvon FritzS » Do 09 Jun, 2011 12:33

Das ist der korrekte und rechtsstaatliche Weg und nicht die versuchten Internetsperren.

kino.to: Polizeiaktion gegen Filmpiraten
http://www.heise.de/newsticker/meldung/kino-to-Polizeiaktion-gegen-Filmpiraten-1257486.html

Mit Razzien in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden haben Ermittlungsbehörden am heutigen Mittwoch zum Schlag gegen Hintermänner des populären Filmportals Kino.to ausgeholt. 13 Personen wurden festgenommen, nach einer weiteren werde noch gefahndet, teilte die zuständige Generalsstaatsanwaltschaft Dresden mit. Gegen die Betreiber der Website und ihre Helfer werde wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen ermittelt.
.....

Den vollen Beitrag siehe Link

Passt auch ins Themengebiet rein:
Russischer Präsident fordert Urheberrechtsreform
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Russischer-Praesident-fordert-Urheberrechtsreform-1256952.html

Der russische Präsident Dmitri Medwedew drängt auf ein flexibleres Copyright-System für das russischsprachige Internet. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA Novosti hat der Kreml-Chef das Kommunikationsministerium Russlands angewiesen, Änderungen am nationalen Urheberrechtsgesetz zu entwerfen. Diese sollten es Autoren und anderen Werkschaffenden ermöglichen, "die Nutzung ihrer Inhalte auf Basis freier Lizenzen zu erlauben". Das Bestreben gehe in Richtung des "Creative Commons"-Ansatzes, der es Kreativen gestattet, ihre Werke mit zusätzlichen Verwendungsfreiheiten zu versehen und so etwa eine "Remix-Kultur" im Netz zu beflügeln.

Die Idee für die Urheberrechtsreform kam Medwedew nach einem Dialog mit bekannten russischen Bloggern und Online-Journalisten. Der Präsident soll das federführende Ministerium in diesem Zusammenhang auch beauftragt haben, die Haftungsfreiheiten für Online-Foren zu erhöhen und die bisherige Verantwortlichkeit für Inhalte auch Dritter zu entschärfen.

Ende Mai hatte Medwedew bereits die "konservative Haltung" der Chefs der anderen G8-Staaten beim Schutz der Rechte an immateriellen Gütern scharf kritisiert. Die jüngste Erklärung des Bunds der führenden Industrieländer beziehe sich auf internationale Konventionen, die 50 oder 100 Jahre alt seien und die komplexen Beziehungen zwischen Rechteinhabern und Nutzern nicht mehr zuverlässig abbilden könnten, meinte der Präsident. Seinen Kollegen legte der Twitter-Fan nahe, das Internet stärker selbst zu nutzen und mehr Verständnis dafür zu entwickeln. (Stefan Krempl) / (vbr)


http://www.news.de/medien/855187997/man-hat-der-hydra-den-kopf-abgeschlagen/1/
Vorsichtige Entwarnung
Die rechtlichen Fragen rund um die gestrige Polizeiaktion sind derweil noch nicht abschließend geklärt. Vorsichtige Entwarnung für Kino.to-Nutzer gibt der Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem Lawblog: «Vom letzten Satz auf der neu designten Startseite von kino.to sollten sich Nutzer der Seite nicht zu sehr verängstigen lassen», so Vetter. «Es ist keineswegs ausgemacht, dass das bloße Betrachten von Streams, wie sie kino.to angeboten hat, eine Urheberrechtsverletzung darstellt.» Es fehle an der notwendigen Vervielfältigung des Films, da auf dem Rechner des Nutzers keine Kopie gespeichert werde.


http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/06/08/kino-to-offline/
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon Elbart » Sa 24 Mär, 2012 18:40

Das Strafurteil des AG Leipzig vom 21.12.2011 (Az.: 200 Ls 390 Js 184/11) in Sachen kino.to ist jetzt im Volltext online. Wer sich aufschlussreiche Ausführungen zu der Frage, ob sich auch die Nutzer des Portals strafbar gemacht haben, erwartet, wird allerdings eher enttäuscht.

http://www.internet-law.de/2012/03/stra ... ltext.html

Außerdem findet spätestens jetzt der absolute einwandfreie Terminus "Raubkopie" Einzug in die deutsche Rechtsprechung. :)
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon Elbart » Do 27 Mär, 2014 11:30

Der Internetprovider UPC Telekabel Wien kann dazu verpflichtet werden, den Zugang zu einer Urheberrechte verletzenden Website für seine Kunden zu sperren. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag. In dem Rechtsstreit (C-314/12) geht es um Maßnahmen gegen illegalen Zugriff auf Filme im Internet.
Angemessenes Gleichgewicht

Eine solche Anordnung und ihre Umsetzung mĂĽssten allerdings ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den betroffenen Grundrechten sicherstellen, stellten die EU-Richter fest.

http://derstandard.at/1395363370310/Web ... C-moeglich

Wenn ein Zugangsanbieter Webseiten sperrt, muss er dafür sorgen, dass dies "den Internetnutzern nicht unnötig die Möglichkeit vorenthält, in rechtmäßiger Weise Zugang zu den verfügbaren Informationen zu erlangen". Auch muss er laut Urteil "bewirken, dass unerlaubte Zugriffe auf die Schutzgegenstände verhindert oder zumindest erschwert werden und dass die Internetnutzer [...] zuverlässig davon abgehalten werden, auf die ihnen unter Verletzung des Rechts des geistigen Eigentums zugänglich gemachten Schutzgegenstände zuzugreifen, was die nationalen Behörden und Gerichte zu prüfen haben".

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 55904.html
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon Elbart » Di 22 Jul, 2014 12:24

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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon itachi » Di 29 Jul, 2014 13:12

Well, the day the internet died: Aug. 1st 2014. RIP. Was wirds sein.. IP Sperren, oder doch nur DNS Sperren. Ich tippe ja auf letzteres. Alles andere wĂĽrde zu viel Collateral Damage verursachen.
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon medice » Di 29 Jul, 2014 13:14

Wie will der Gesetzliche das praktisch umgesetzt haben? Einfache Entfernung/Manipulation der DNS-Einträge im eigenen Netz, oder darf der Provider ständig auf der Hut sein ob sich die IPs ändern, und muss ständig eine Route zu den Sperr-Angeordneten Diensten unterbinden?
Wie is das wenn ein Dienst mit Sperre belegt wird, der von einem Billig-/Gratis Hoster zum nächsten springt, sind dann alle anderen Dienste die am selben Server sitzen ebenfalls gesperrt (wie wir es ja auch schon mal hatten)?
Mfg
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon lordpeng » Di 29 Jul, 2014 16:12

>Wie will der Gesetzliche das praktisch umgesetzt haben? Einfache Entfernung/Manipulation der DNS-Einträge im eigenen Netz,
>oder darf der Provider ständig auf der Hut sein ob sich die IPs ändern, und muss ständig eine Route zu den Sperr-Angeordneten Diensten unterbinden?

naja, es gibt wie früher in diesem thread auch schon erwähnt durchaus brauchbare und funktionierende lösungen für dieses problem, allerdings sind diese mit durchaus hohen investitionen verbunden - da man auf ISP seite wohl etwas mehr als nur eine kleine appliance brauchen wird um das ganze sinnvoll betreiben zu können ...

und bevor jetzt wieder einer kommt, der meint, dass man derartige lösungen umgehen kann ... klar, mit entsprechender krimineller energie ist das sicherlich kein problem - aber darum gehts ja nicht, sondern einfach nur darum dass die forderung des VAP befriedigt wird ...
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon itachi » Di 29 Jul, 2014 21:47

Krimineller Energie... naaaaja. DNS wechseln ist jetzt keine Herausvorderung, und sich einen VPN Account zulegen kann man jetzt auch, wenn man sich ein wenig informiert.
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon Sin10 » Di 29 Jul, 2014 23:36

https://twitter.com/AnonAustria/status/ ... 6296889345

danke an:
https://twitter.com/AnonAustria

und wenns IP sperren sind, miet ich mir irgendwo nen kleinen vps, und betreib drĂĽber meinen eignen vpn dienst ...
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon lordpeng » Mi 30 Jul, 2014 05:11

>Krimineller Energie... naaaaja. DNS wechseln ist jetzt keine Herausvorderung, und sich einen
>VPN Account zulegen kann man jetzt auch, wenn man sich ein wenig informiert.
das war auf ausgewachsene content filtering lösungen bezogen, wo DNS wechseln alleine nix bringen würde, sollte im grunde aber nur heissen, dass jemand der's drauf anlegt, auch keine probleme haben wird dies zu umgehen ...
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon itachi » Mi 30 Jul, 2014 12:07

Indeed, weswegen das ganze Unterfangen sowieso wertlos ist. Ich wart nur darauf dass sie zb. bei einer Seite die hinter nem vHost hängt ne IP Sperre verhängen. Hoffentlich sind die anderen Seiten die dann auch betroffen sind für viele Leute relevant genug, dass es nen ordentlichen Shitstorm gibt. Wenn es "ausgefeilt" sein soll, können sie es eigentlich nur mit DPI bis in Layer 7 rauf machen, und damit wär für mich die rote Linie überschritten.
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Re: isp soll zugang zu kino.to sperren

Beitragvon jutta » Mi 30 Jul, 2014 12:14

> indeed, weswegen das ganze Unterfangen sowieso wertlos ist.

jein. wenn du dein auto oder deine wohnung absperrst, hält das einen entschlossenen dieb auch nicht ernsthaft ab. aber du kannst der versicherung und der polizei gegenüber sagen, dass du die in deiner möglichkeit stehenden vorkehrungen getroffen hast. so ähnlich sehe ich die dns-sperren.
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